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Wenn wir wieder in die Schule dürfen,...

Liebe SchülerInnen, werte Eltern,

das Coronavirus erschwert uns weiterhin das Schulleben und die dauerhaft hohen Inzidenzen erlauben noch keinen Wechselunterricht für die Sekundarstufe I.

Nach den Regelungen des bundesweiten Infektionsschutzgesetzes muss der Inzidenzwert des Kreises mindestens drei Tage lang unter 165 liegen, damit wir die SchülerInnen wieder in den Präsenzunterricht holen dürfen. Sobald uns dazu die Möglichkeit geboten wird, werden wir Sie umgehend hier auf unserer Homepage informieren.

Damit wir aber nicht unvorbereitet sind, wenn dieser Wert endlich erreicht wird, haben wir einen Plan entworfen, der den „Wiedereintritt“ der SchülerInnen in den Präsenzunterricht regelt. In Gesprächen mit den Lernenden und der Elternschaft wurde klar, dass die Sorgen der Kinder groß sind, den teils verpassten oder nicht verstandenen Unterrichtsstoff in Leistungskontrollen nicht abrufen zu können. Weiterhin besteht aber auch der Wunsch nach solchen Leistungsnachweisen, um eventuelle schlechte Noten aus dem ersten Halbjahr oder dem Homeschooling noch auszugleichen.

Die Lehrerschaft steht ebenfalls unter dem Druck, so viele Lerninhalte wie möglich zu unterrichten und gleichzeitig die Motivation der Schüler im Homeschooling aufrechtzuerhalten- ein Drahtseilakt, der zeitweise schwer umzusetzen ist.

Damit die SchülerInnen ohne Angst in die Schule zurückkehren können, wurde folgende Verfahrensweise festgelegt:

In der ersten Woche des „Wiedereinstiegs“ werden keine Leistungsüberprüfungen durchgeführt. Die Zeit wird vielmehr dafür genutzt, eine Sicherungsphase zu integrieren, in der sowohl Reflexionen auf menschlicher Ebene stattfinden als auch fächerspezifische Feedbacks erbracht werden können.

Unter dem Motto: „Lernen braucht Beziehung!“ soll den SchülerInnen die Möglichkeit geboten werden, Unsicherheiten und Probleme widerzuspiegeln und Ängste gezielt anzusprechen. Wir LehrerInnen erhalten so nach einer langen Zeit wieder einen Einblick in die Gefühlslage unserer SchülerInnen und können auf Probleme zielgerichtet und unterstützen eingehen.

Um auch den Leistungsstand ermitteln zu können, bieten die jeweiligen Fachlehrer in ihrem Unterricht die Möglichkeit, fächerspezifische Fragen zu dem bisherigen Unterrichtsstoff zu stellen, um eventuelle „Wissenslücken“ aufzufüllen und Unklarheiten zu beheben. Das Bilden von Expertenteams in der Klasse/ Halbgruppe kann dabei einen hilfreichen Ansatz bieten.

In Vorbereitung auf diese Sicherungsphasen können Sie als Eltern eine wichtige Hilfe leisten. Notieren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die fächerbezogenen Probleme im Voraus und ermutigen Sie es, im Unterricht gezielt Fragen zu stellen. Nur so können wir gemeinsam Förderschwerpunkte festlegen.

Auch die Vertrauenslehrer arbeiten eng mit dem Kollegium zusammen und stehen den SchülerInnen jederzeit hilfreich zur Seite.

Ab der zweiten Woche in der Präsenzzeit werden neben den mündlichen auch wieder schriftliche Tests durchgeführt.

Damit jedoch keine zu großen Wissenslücken entstehen und die SchülerInnen ohne Angst in die Schule zurückkommen können, ist das Engagement im Homeschooling umso wichtiger. Bitte ermutigen Sie Ihr Kind weiterhin zum häuslichen Lernen, auch wenn die Motivation nach so langer Zeit schwindet.

Wir LehrerInnen freuen uns schon sehr darauf, unsere SchülerInnen wieder im Unterricht vor Ort begrüßen zu dürfen und sind optimistisch, dass wir das gemeinsam schaffen!

Im Namen alles Lehrer des Gymnasiums Bad Salzungen

B. Geyling (Schulleiter)