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Projektfahrt an das Sankt Lazlo Gymnasium nach Mezökövesd/Ungarn

Am Sonntag, 8.9.2019 reisten 21 Schüler  unseres Gymnasiums sowie Volleyballer des 1.TSV in unsere Partnerstadt Mezökövesd nach Ungarn zu einem gemeinsamen Projekt auf den Spuren Oskar Schindlers und Carl Lutz, welche tausende Juden vor dem Holocaust retteten.

Insgesamt waren wir 21 Stunden mit Zug und Flixbus unterwegs, was sehr anstrengend war. Von Bad Salzungen ging es über Erfurt, Dresden und Prag nach Budapest und von dort aus mit dem Schulbus nach Mezökövesd.

Montag Früh gegen 9 Uhr waren wir dann endlich da. In unserer Unterkunft In der Nähe von Mezökövesd  angekommen, wurden wir sehr herzlich empfangen und ein Frühstück war auch schon für uns vorbereitet. Nach der kurzen Nacht im Bus hatten wir dann erst mal Zeit, uns auszuruhen. Am Nachmittag konnten wir einige erholsane Stunden im Thermalbad Zsory  in der Nähe unserer Unterkunft verbringen, was uns  viel Spaß bereitete. Nach einem leckeren Abebdbrot im Restaurant  Nefelejcs ging es dann zum ersten Mal in die Schule zum Kennenlernen der dortigen Schüler. Nett und sehr gastfreundlich wurden wir von Schülern der 9.Klassen Empfangen. Ihre Eltern hatten extra mehrere Kuchen für uns zum Kosten gebacken.Der Abend begann mit traditionellen ungarischen Tänzen bei denen wir von Anfang an zum Mittanzen eingeladen waren. Es bereitete uns viel Spaß, brachte uns aber auch ordentlich zum Schwitzen. Im Anschluss lernten wir uns in 8er Gruppen bestehend aus ungarischen und deutschen Jugendlichen kennen. Die ungarischen Schüler zeigten große Freude über unsere mitgebrachten Gastgeschenke. Gegen 21 Uhr ging ein anstrengender aber auch erlebnisreicher erster Projekttag zu Ende.

Lilli Wolfram, Melina Rühl,

 

Dienstag, 10.9.2019

Nachdem wir am Dienstagmorgen in der Schule in Mezökövesd angekommen waren, wurden wir feierlich in der Aula empfangen. Die Direktorin, das Kollegium und die Schüler begrüßten uns herzlich. Sie stellten sich, ihre Stadt und ihre Schule in Form von einem musikalischen Beitrag und 2 Power Point Präsentationen vor. Anschließend nahmen uns die Schüler aus Ungarn mit in ihren Unterricht und wir bekamen dadurch einen kleinen Einblick in das Schulleben dort. Nach 2 Stunden Unterricht wird man natürlich hungrig und wir hatten die Möglichkeit in ihrer Schulmensa, in der einige Frauen noch frisches Essen kochen, Mittag zu essen. Nach dem wir uns ausreichend gestärkt hatten, fanden wir uns erneut in der Aula zusammen und schauten die wichtigsten Szenen des Films "Schindlers Liste“ mit erklärenden Kommentaren von Herrn Durner und diskutierten im Anschluss über den Film, der uns alle sehr bewegt hat und uns die Taten von Oskar Schindler bildlich sehr nahebrachte.

Nach einem stärkenden Abendbrot im Restaurant klang der Abend mit einer unterhaltsamen Disco und Gesprächen mit unseren neuen ungarischen Freunden aus. Es war erneut ein sehr erlebnisreicher Tag.

Hannes Markert

3.Projekttag in Mezökövesd

Am 11.9.2019 fuhren wir nach dem Frühstück zum Sankt Lazlo Gymnasium, wo die ungarischen Schüler und 2 Lehrerinnen bereits auf uns warteten. Heute stand am Vormittag ein kleiner Stadtrundgang auf dem Programm. Zuerst besichtigten wir das Matyo Museum. Hier erfuhren wir sehr viel über die berühmte Matyla Stickkunst und konnten traditionelle, farbenfrohe Trachten bewundern, die sowohl von Frauen als auch von Männern und Kindern getragen wurden und auch heute noch zu Folklore-und Volksfesten getragen werden. Auch Zimmereinrichtungen aus dem 20er Jahren des 20.Jahrhunderts konnten wir besichtigen.

Im Anschluss liefen wir zum historischen Stadtteil Hadas in dem man sich in die Zeit vor 150 bis 200 Jahren zurückversetzt fühlt. In den schilfgedeckten Bauernhäusern findet man noch heute Handwerker, die nach alter Tradition ihre Waren herstellen wie zum Beispiel bunt bemalte Möbel und Wanddekoration, bunt bestickte Blusen und Tischschmuck, Töpferwaren und leckere Lebkuchen. Einige von uns kauften hier Souvenire für sich oder Mitbringsel für ihre Familien.

Nach dem Mittagessen in der Mensa begann unsere eigentliche Projektarbeit. Wir erstellten gemeinsam mit den ungarischen Schülern jeweils eine Ausstellung über Oskar Schindler und Carl Lutz, die am Gymnasium für den Unterricht genutzt werden kann.  Herr Durner hatte hierzu Material von Frau Prof. Erika Rosenberg im Gepäck.  Nach genauer Anleitung von Frau Langer und den ungarischen Lehrern und mit ihrer Hilfe übersetzten wir jeweils eine Bildunterschrift ins Englische und die ungarischen Schüler dann ins Ungarische und brachten dann die Dokumente und Bilder in Bilderrahmen zur Geltung. Im Anschluss war bereits ein örtliches Fernsehteam in der Schule, um das Erstellen der Ausstellung und die kleine Eröffnung zu filmen und Herrn Durner zu interviewen.

Besonders die Lehrer zeigten sich erfreut über dieses neue Anschauungsmaterial, welches diese beiden unbesungenen Helden ehrt.

Im Anschluss an die Projektarbeit hatten wir noch die Möglichkeit einen von unseren Schülern produzierten Film über die Studienfahrt nach Auschwitz 2018, den Frau Langer mitgebracht hatte, zu sehen. In der Aula herrschte betretene Stille da der Film großen Eindruck auf uns machte.

Den Abend ließen wir dann in unserer Unterkunft mit Freizeit ausklingen während die Direktorin und die Fachschaftsleiterin Deutsch Frau Langer und Herrn Durner einen Besuch abstattete.

 

Paul Schmidt, Paul Herrmann

 

Donnerstag, 12.09.2019
Nach einem ausgewogenen Frühstück um 8 Uhr ging es für uns mit dem Bus zu einem Ausflug in Richtung Miskolc, der viert größten Stadt Ungarns. Dort besichtigten wir die herrlich renovierte Burg von Diósgyör von deren Turm man auch einen herrlichen Blick über die Stadt und die umliegenden Wälder hatte. Im Anschluss gingen wir alle gemeinsam ein leckeres Eis essen, in der besten Eisdiele des Landes. Wir fuhren weiter zum Kurort Lillafürdo inmitten des Bükk Gebirges wo wir den größten Wasserfall Ungarns, die hängenden Gärten, Parks und das Schloss bewundern konnten. Einige von uns nutzen die freie Zeit zum Boot fahren, die Anderen genossen die herrliche Natur. Nach einer Stunde Aufenthalt ging es für uns weiter in die Innenstadt von Miskolc. Wir bekamen zwei Stunden Freizeit, die die meisten von uns im Einkaufszentrum verbrachten. Gegen 17 Uhr kamen wir an unserer Unterkunft an und aßen eine Stunde später im Restaurant zu Abend. Den Rest des Tages gestaltete ein Teil von und mit einigen ungarischen Freunden und der andere Teil an einem gemütlichen Lagerfeuer.


Melanie Ziegert, Kiana Kallenbach, Matilda Möhring

 

Donnerstag 13.09.2019

Am 13.09.2019, dem vorletzten Tag unserer Reise nach Ungarn, stand nach dem allmorgendlichen Frühstück um 8:00 Uhr Sport auf dem Programm. Dazu fuhren wir mit dem Bus um 9:00 in die Schule von Mezőkövesd. Angekommen in der Schule wurde die Form des Sportunterrichtes bekannt gegeben: ein Team jeder Schule solle im Volleyball gegen ein Team der anderen antreten. Doch schnell wurde klar, dass es sich hierbei in beiden Disziplinen um einen relativ ungleichen Wettkampf handeln würde. Während die ungarischen Schülern den deutschen im Fußball überlegen waren, gewannen die deutschen Schüler im Volleyball gegen das ungarische Team. Nach dem offiziellen Wettkampf folgten einige Spiele mit gemischten, jetzt etwa gleich starken Teams, wodurch der Spaß mehr in den Vordergrund gerückt wurde.

Nach dem Sportunterricht und dem Mittagessen in der Mensa fuhren wir zurück und machten uns für den Programmpunkt des Nachmittages fertig: der erneute Besuch des Thermalbades Zsory um 14:00. Nach etwa drei Stunden  Spaß und Sport im Schwimmbad bereiteten wir uns auf den  Abschiedsabend mit unseren neu gewonnenen ungarischen Freunden vor.  Dieser begann mit einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant Nefelejcs und endete in unserer Unterkunft wahlweise gemütlich am Lagerfeuer, beim Tanzen zur Musik oder im Haus. Die Feier dauerte bis etwa 22:00 an und es viel allen schwer, sich zu verabschieden.

Thorben Öttking

Samstag 14.09.2019

Am 14.09.2019, dem letzten Tag unserer Ungarnreise, stand vor der Heimreise ein Ausflug in die Hauptstadt Ungarns Budapest auf dem Programm. Nach dem Frühstück und dem Verladen unseres Gepäckes fuhren wir gemeinsam mit den ungarischen Jugendlichen gegen 9:00 Uhr mit dem Bus Richtung Budapest. Dort angekommen bestieg eine Reiseleiterin den Bus und berichtete während einer Stadtrundfahrt über die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten Budapests. Im Burgviertel hatten wir die Möglichkeit die Matthiaskirche und die Fischerbastei zu besichtigen, von wo sich für uns ein überwältigender Blick auf das Parlament und die Donau mit ihren vielen Brücken erschloss.  Anschließend besuchten wir das Glashaus und bekamen im Gedenkzimmer interessante Informationen  über den Schweizer Carl Lutz, dem es trotz großer Gefahren gelang durch das Ausstellen gefälschter Dokumente und Unterbringen der Menschen im Glashaus über 60000 meist ungarische Juden vor dem sicheren Tod im KZ zu retten. Nach dem interessanten Museumsbesuch hatten wir Freizeit im Zentrum von Budapest und wir konnten vom Stephansdom aus, die Fußgängerzone ,das Budapest Eye und weitere interessante Orte erkunden.   Gegen 16:00 Uhr mussten  wir uns von unseren neu gewonnen ungarischen Freunden verabschieden, aber nicht ohne Kontakte auszutauschen und zu versprechen, uns beim Workcamp im Sommer 2020 in Bad Salzungen wieder zu sehen. Im Einkaufszentrum ,,West-End" konnten wir unsere Koffer abgeben und die Zeit bis 21:00 verbringen. Nach einer weiteren Fahrt zum Busbahnhof Nepliget fuhr 23:30 endlich der Flixbus Richtung Dresden ab.  Nach einer langen ca.17 stündigen Fahrt und mehreren Umstiegen mit Flixbussen und Zügen erreichten wir am Sonntag gegen 16 Uhr endlich Bad  Salzungen.

Dennis Miroschnitschenko

Eine erlebnisreiche und anstrengende Woche ging für uns zu Ende, die bleibende Eindrücke über die Gastfreundschaft der ungarischen Menschen, die herrlichen Landschaften und Sehenswürdigkeiten sowie das leckere ungarische Essen hinterlassen haben. 

Am wichtigsten war aber für uns die gemeinsam verbrachte Zeit bei Arbeit, Sport und Freizeit mit unseren neuen ungarischem Freunden, das Verständnis füreinander und die sich schnell entwickelte Freundschaft über Ländergrenzen hinweg.

Ganz herzlich möchten wir uns bei der Partnerschaft für Demokratie „Denkbunt im Wartburgkreis" und der Stadt Bad Salzungen für die großzügige finanzielle Unterstützung unserer Projektfahrt sowie den Organisatoren und Begleitern Herrn Durner und Frau Langer bedanken. Ohne ihre Hilfe  und ihr Engagement wäre unsere Reise nicht Realität geworden und zu so einem bleibenden Erlebnis geworden.

Die Teilnehmer des Dr. Sulzberger Gymnasiums und des 1.TSV