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Start der neuen Reihe „Schüler fragen“ am Dr.-Sulzberger-Gymnasium mit Referentin Erika Rosenberg-Band

Zum Auftakt des neuen Formats „Schüler fragen“ hieß das Dr. Sulzberger-Gymnasium mit Erika Rosenberg-Band eine Referentin willkommen, die schon seit 10 Jahren die Verbindung mit unserer Schule pflegt. In einem bewegenden Vortrag erinnerte die als Tochter deutscher Juden in Argentinien geborene Journalistin und Schriftstellerin an das wohl dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte - die Verfolgung und Vertreibung der Juden und den Holocaust. Sie schilderte insbesondere die Lebensleistungen der Helden Oskar und seiner Frau Emilie Schindler, die stillen Widerstand leisteten und so etwa 1200 Juden vor dem sicheren Tod retteten. Im Rahmen der Podiumsdiskussion stellte Frau Rosenberg-Band sich den zahlreichen Fragen des Moderatorenteams Esther Böhm und Aaron Frank und der Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Geschichte der Lehrerinnen Antje Plescher und Andrea Arnold.

Isabel Krüger, die das Gespräch unter dem Motto „Emilie und Oskar Schindler – ein Lichtpfad im Holocaust“ eröffnete, stellte die Frage, wie denn heute mit den Begriffen Schuld, Erbe und Verantwortung umzugehen sei. Dazu hat Erika Rosenberg eine klare Meinung: „Ihr tragt keine Schuld, was eure Großeltern oder andere Vorfahren gemacht haben, nein. Sich aber mit der Thematik auseinander zu setzen und sich ihr bewusst zu sein, ist etwas ganz anderes.“ Die Referentin sieht die heutige Jugend in der Pflicht, aus den Fehlern des Vergangenen zu lernen. „Meine Hoffnung liegt in den jungen Menschen. Dass sie es besser machen werden als meine Generation“.

Das neue Format „Schüler fragen“ soll in den nächsten Wochen mit weiteren Experten verschiedener Fachbereiche fortgeführt werden. 

Esther Böhm